DAS AUSFLUGSZIEL IN LOHBERG AM GROSSEN ARBER

2009 – Der Erfolg gab den Gründervätern recht

Respekt für Projekt von Helmut Sperl und Dr. Hans Aschenbrenner

„Mei Zoo rentiert se”, prophezeite Helmut Sperl allen Kritikern, als er vor mehr als 20 Jahren viel Überzeugungsarbeit für den Bayerwald-Tierpark leisten musste. Der damals amtierende Bürgermeister sollte recht behalten. Mittlerweile sind 20 Jahre ins Land gezogen, in der sich die Lohberger Freizeiteinrichtung in einer Weise etabliert hat, wie es sich wohl die wenigsten erwartet hätten. Dies rechtfertigte auch einen Festakt, den die Gemeinde bewusst nicht zu groß aufblähte. Zeit und Ort waren am Donnerstag nachmittag im Elchhaus.

Zaungäste
Zaungäste: Nicht jeden Tag sind so viele Bürgermeister und Landkreisvertreter im Park.

Mann der ersten Stunde
Mann der ersten Stunde: Eine gläserne Pyramide für Helmut Sperl.

Franz Müller freute sich ganz besonders über die Präsenz von Ideengeber, Altbürgermeister Helmut Sperl. Die zweite Persönlichkeit der Grundsteinlegung und Aufbauleistung, Dr. Hans Aschenbrenner, war entschuldigt. Geladene Gäste der Feierstunde waren außerdem stellvertretender Landrat Egid Hofmann, Bundestagskandidat Karl Holmeier, die Nachbarbürgermeister aus Lam, Arrach, Neukirchen und Eschlkam. Im Auditorium saßen unter anderem auch die Vertreter der Mitgliedsgemeinden des Aktionsbündnisses Künisches Gebirge auf tschechischer Seite. Den Laudationes wohnten ebenso die Mitarbeiter des Tierparks mit Leiterin Claudia Schuh, die Gemeinderäte, sowie der Vorsitzende des Traditionellen Naturnahen Waldbaus, Otto Frisch, bei.

In seinem Grußwort berichtete Franz Müller von dem anfänglichen Widerstand von Seiten der Behörden und der Bevölkerung, der mittlerweile in Wohlgefallen umgeschlagen sei. Aller Voraussicht nach gehe man schwierigeren Zeiten entgegen, wagte der Bürgermeister einen vorsichtigen Blick in die Zukunft. „15 Prozent unserer Gäste stammen bereits aus Tschechien”, merkte der Rathauschef an. Der Gast frage nicht nach Gemeindegrenzen, sondern erwarte einen erholsamen und kurzweiligen Aufenthalt. Natürlich könne nicht jede Gemeinde im Alleingang alle Frei-zeitansprüche der Urlauber befriedigen. Deshalb sei es wichtig, dass jeder sein Top-Angebot einbringe, und die Gäste somit abwechslungsreiche Ferien erleben.

Franz Müller dankte allen Tierpark-Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Sollte sich der Fortbestand der Gehegeanlagen künftig auch schwieriger gestalten, sei man dennoch auf einem guten Weg. Der Bürgermeister händigte dem Gründervater Helmut Sperl eine gläserne Pyramide in Anspielung auf die lange Lebensdauer eines solchen Bauwerks aus, die sich auch bei den Gehegeanlagen einstellen soll. Ein solches gläsernes Unikat wird an Dr. Aschenbrenner nachgereicht. Der Bürgermeister bedankte sich bei dieser Gelegenheit beim Holzverbund der Ökoregion für die zum Jubiläum gestiftete Sitzbank. Eine Power-Point-Präsentation untermalte nebenbei mit gelungenen Schnappschüssen zwei Jahrzehnte Tierparkgeschichte.

Für die „einstigen Niederbayern”
Für die „einstigen Niederbayern”: Ein Oberpfalzbuch von Egid Hofmann.

Sitzprobe
Sitzprobe: Der Holzverbund der Ökoregion sponserte eine robuste Bank.

Egid Hofmann konnte sich spontan an einige Anekdoten erinnern, die sich vor rund 25 Jahren zutrugen. Damals erfuhren die Bürgermeisterkollegen und Landrat Ernst Girmindl erstmals von der „großen Spinnerei von Helmut Sperl”. Für das Vorhaben sprach, dass sowohl die erforderlichen Flächen, als auch die natürlichen Wasserläufe vorhanden waren. „Außerdem lag Lohberg damals schon mit Arnschwang an der Spitze der niedrig-verschuldeten Gemeinden”, war als weiteres Argument nicht von der Hand zu weisen. „Mir hat die Idee als damaliger Bürgermeister von Neukirchen auf Anhieb gefallen, doch es wäre mir Neukirchen als Standort lieber gewesen, weil wir ja den Tierarzt schon vor Ort hatten”, gab Egid Hofmann schmunzelnd zu. In der Nachbetrachtung sei er froh, dass das Gespann Dr. Aschen- brenner/Helmut Sperl in Lohberg eine so renommierte Freizeit-einrichtung auf die Beine gestellt haben, die unbestritten der gesamten Region von Nutzen ist. „Wer einen Betrieb 20 Jahre führt, ohne dabei jemanden auf der Tasche zu liegen, verdient Respekt”, brachte es der stellvertretende Landrat auf den Punkt. Der Redner weitete die Anerkennung auch auf die Tierpark-Mitarbeiter, den Gemeinderat und die Bevölkerung aus, die das Projekt mitgetragen haben. Für die Zukunft wünschte Egid Hofmann allzeit eine glückliche Hand bei der Führung des Parks. Für die Gemeinde am südlichsten Zipfel der Oberpfalz hatte er ein Buchgeschenk über diesen Regierungsbezirk mitgebracht.

Leiterin Claudia Schuh war in ihrem Element, als sie die Delegation anschließend mit vielen interessanten und auch amüsanten Einblicken durch die Gehegeanlagen lotste. Am heißesten Tag des Jahres mit über 30 Grad war der Rundgang in dem Waldgrundstück angenehm und erfrischend. Mit viel Gesprächsstoff endete der Festakt bei einem kleinen Buffet im und auf der Veranda des Elchhauses.

Tierwelt
Tierwelt: Fachliche Leiterin Claudia Schuh gab interessante Einblicke.

Feiertag im Park
Feiertag im Park: Für einige Spezies gab es ein „Leckerli”.

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    Der Gänsegeier

    Der Gänsegeier ist in Mitteleuropa ausgestorben. Über sein Vor- kommen im Bayerwald gibt es Nachweise. Hier informieren …